Makuladegeneration – Teil 1 / Ursachen und Symptome

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Was versteht man unter Altersbedingter Makula Degeneration (AMD)

Unter einer Makuladegeneration versteht man die Schädigung der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) auf der Netzhaut. In den meisten Fällen tritt diese Erkrankung nach dem 50. Lebensjahr auf.

Ursache ist eine Störung des Stoffwechselabbaus auf der Netzhaut. Diese wird über den Blutkreislauf ständig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die entstehenden Abbauprodukte  wiederum werden über die unter der Netzhaut liegende Aderhaut abtransportiert. Kommt es zu einer Störung dieses Funktionskreislaufes, kann sowohl die Nährstoffversorgung, als auch der Abbau der Stoffwechselendprodukte nicht optimal erfolgen. Letztere lagern sich als sog. Stoffwechselmüll in Form von Drusen auf der Makula ab. Dieses führt zu einer Beeinträchtigung der Funktion der Sinneszellen. Die ersten Symptome sind eine herabgesetzte Sehschärfe, Verzerrungen und zentralen Gesichtsfeldbeeinträchtigungen insbesondere beim Lesen.

http://www.pro-retina.de/simulator/simulator/bilder/makuladegeneration3.jpgQuelle: Pro Retina

 

Formen der Makuladegeneration

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen trockener und feuchter Makuladegeneration. Die trockene AMD ist mit ca. 85% weitaus häufiger als die feuchte AMD.  Kennzeichnend für die trockene Makuladegeneration  sind die o.g. Drusen, die den ohnehin angegriffenen Stoffwechsel noch weiter reduzieren. Das Fortschreiten dieser Prozesse erstreckt sich meist über einen langen Zeitraum. Im Spätstadium kommt es zum Absterben der Sehzellen.

Die feuchte AMD geht meist aus einer trockenen AMD hervor. Der Körper versucht, den auf der Makula entstandenen Schaden zu „reparieren“. Es werden neue Blutgefäße gebildet, die den Stoffwechsel verbessern sollen. Da diese zumeist nicht voll funktionsfähig sind, gelangt nun Flüssigkeit und Blut unter die Netzhaut, die dadurch abgehoben und zerstört wird.

 

Wichtig zu wissen

Das Risiko an einer Makuladegeneration zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Dieses gilt auch für die Wahrscheinlichkeit einen grauen Star(Linsentrübung) zu entwickeln. Die Therapie eines grauen Stars wird in der Regel aus der Implantation einer künstlichen, neuen Augenlinse bestehen. Der Verlauf des grauen Stares erfolgt zumeist allmählich. Bis es zur OP kommt, weil die Sehschärfe in Folge der Trübung stark herab gesetzt ist, kann es einige Monate, manchmal Jahre dauern. Auf der Makula kommt im Zuge der Linsentrübung stetig weniger Licht „an“. Wird die Linse dann entfernt und durch eine klare Linse ersetzt, ist die Lichtausbeute plötzlich wieder enorm erhöht, was zu einem sprunghaften Anstieg der Stoffwechselvorgänge führt. Damit ist der Körper häufig überfordert.Aus diesem Grund ist es nach einer solchen Operation noch wichtiger als ohnehin, eine Sonnenbrille zu tragen um die Netzhaut zu schützen.Außerdem sollte man das Auge regelmäßig untersuchen lassen, um den Beginn einer AMD so früh wie möglich zu diagnostizieren. Unter anderem gibt schon ein einfacher Test, der sog. Amsler-Test, Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Makula.

 

Naturheilkundliche Therapie bei Makuladegeneration

In unserer Praxis erfolgt die Therapie bei Makuladegeneration auf  2 Ebenen. Zum einen sollen dem Körper über bewusste Ernährungsumstellung wichtige Nährstoffe zugeführt und ungünstige Stoffe entzogen werden. Mit bestimmten biochemischen Medikamenten kann man dieses noch deutlich unterstützen. Zum anderen soll durch Akupunktur mit oder ohne Moxibustion der Stoffwechsel seine Funktionsfähigkeit verbessern.

 

Spezialbrille bei Makuladegeneration

Ein höheres Kontrastsehen kann häufig mit einer speziellen Brille erreicht werden. Diese soll ständig getragen werden und unterscheidet sich äußerlich nicht von einer herkömmlichen Brille.

 

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