Gleitsichtbrille Probleme

Gleitsichtbrille Probleme

Manchmal verursacht eine Gleitsichtbrille Probleme. In der regel gibt es dafür Gründe, die man analysiern und beheben kann.

Eine Vielzahl von Gründen können dazu führen, das eine Gleitsichtbrille Probleme verursacht. Nur in wirklich seltenen Fällen kommt es vor, dass ein Brillenträger das grundsätzliche Konzept einer Gleitsichtbrille nicht akzeptieren kann. Was bedeutet, dass die am Rand befindlichen Unschärfebereiche, sowie die beim Blick nach unten entstehenden Unschärfen als nicht tolerierbar erlebt werden. In der Regel sind diese so gering, dass sie nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit nicht mehr spürbar sind.

Der Einfluss des Binokularsehens auf die Verträglichkeit von Gleitsichtgläsern

Ein häufiger Grund für Probleme mit Gleitsichtgläsern ist ein gestörtes beidäugiges Sehen. Heißt, dass die Augen die zum optimalen Sehen nutzbaren Bereiche im Brillenglas nicht „treffen“. Um dieses Problem zu lösen, ist eine gründliche Prüfung des beidäugigen Sehens notwendig. Ggf. wird mit einer speziellen Brillenglasstärke, die um ein Prisma erweitert wird, Abhilfe geschaffen.

Das Augenpaar bewegt sich beim Blick in die Nähe nach innen. Weitere Gleitsichtbrille Probleme ergeben sich, wenn das Maß für diese Einwärtsbewegung  nicht dem entspricht, welches die Hersteller der Gleitsichtgläser standardmäßig verarbeitet haben.  Unsere Messungen mit einem eigens dafür entwickelten Messtool zeigen jedoch, dass dieser Wert nicht von jedem Brillenträger erreicht wird. Geringere Einwärtsbewegungen sind keine Seltenheit. Auch in diesen Fällen wird der Gleitsichtglaskanal nicht optimal erreicht. Das Resultat sind über das Normalmaß hinaus eingeschränkte Sehbereiche im Nah – und Zwischenbereich. Die Lösung liegt hier in individualisierten Brillengläsern, die eine reduzierte Einwärtsbewegung berücksichtigen.

Häufig verursacht eine Gleitsichtbrille Probleme auf Grund von Anpassungsfehlern

Auch in der Anpassung von Gleitsichtbrillen können Probleme mit Gleitsichtgläsern ihren Ursprung haben. Aus unserer Sicht ist es nicht ausreichend die Durchblickspunkte mit Stift und Augenmaß fest zulegen. Wir ermitteln nach der Fassungsauswahl  mit Hilfe von Computertechnik die Koordinaten der Durchblickspunkte. Alsdann werden diese auf die Demoscheiben der neuen Brille übertragen und kontrolliert. Dabei geht es vor allem um die Körperhaltung des Brillenträgers in einer natürlichen Lebenssituation. Werden hierbei grobe Abweichungen offenbar, wird die Zentrierung am Computer wiederholt.

Sehprobleme können auch dann auftreten, wenn nicht das zur Sehaufgabe passende Brillenglaskonzept ausgewählt wurde. Am deutlichsten lässt sich dieser Umstand anhand über Kopf arbeitender Menschen erklären. Da bei einer Gleitsichtbrille die Nähe im unteren Glasbereich eingearbeitet ist, ergibt sich bei Überkopfarbeiten das Problem, das der Nahbereich nicht erreicht wird. Dieser müsste sich im oberen Glasbereich befinden. Tatsächlich kann auch dieses in einer individuellen Sonderanfertigung realisiert werden. Eine ähnliche Situation entsteht bei Menschen, die in engen Bereichen arbeiten, beispielsweise Sanitärinstallateure. Auch hier wird auf Grund einer unergonomischen Körperhaltung der optimale Glasbereich beim Sehen nicht erreicht. Das Sehergebnis bleibt unbefriedigend.

Optimale Sehbreiche sind entscheidend für den Sehkomfort

Werden Gleitsichtgläser mit engen Glasbereichen gewählt, kann der Sehkomfort ebenfalls eingeschränkt sein. Dieses gilt insbesondere für Brillenträger die an einem Büroarbeitsplatz tätig sind. In der Regel sind dort viele Kopfbewegungen notwendig. Bei einem Gleitsichtglaskonzept mit schmalen Sehbereichen werden die Randunschärfen schnell deutlich spürbar. Es kann zu Schwindelgefühlen und/oder undeutlichem Sehen kommen. An dieser Stelle sei auch nochmal darauf hingewiesen, dass für einen Computerarbeitsplatz eine entsprechende Büroarbeitsplatzbrille die komfortablere Brillenversorgung darstellt.

Ebenso wichtig ist eine optimale Passform der Brille. Sie muss in der horizontalen Ausrichtung gerade sowie nach vorne etwas geneigt sein.

Eine optimal angepasste, mit einem den Sehbedürfnissen entsprechenden Glasdesign ausgestattete Gleitsichtbrille kann ein perfekter Begleiter sein. Insbesondere in der Eingewöhnungsphase ist es wichtig, die Brille dauerhaft zu tragen, um mit dem neuen Seheindruck vertraut zu werden.

2 Kommentare

  1. Uwe Pfoerter

    Sehr interessant !!
    Dazu eine Frage: Könnte eine nicht optimal angepasste Gleitsichtbrille einen Einfluss auf den Anfang einer AMD – Erkrankung haben? Hier kurz die Geschichte: Nach dummen Verlust meine Brillen bei einem Aufenthalt in Spanien habe ich mir dort eine Gleitsichtbrille mit automatisch wechselndem Sonnenlichtschutz anfertigen lassen. Ich war dann nicht begeistert von der Anpassungsfähigkeit auf veränderte Lichtverhältnisse, z.B. bei Tunneleinfahrten an Sonnentagen. Noch schwieriger war es mit dieser Brille im Bett auf der Seite liegend zu lesen, mit meiner verlorengegangenen Gleitsichtbrille vorher kein Problem. Die Optikerin sah eine ungenaue Focusierung als Problem und ließ mir eine neue veränderte Brille anfertigen. Ein halbes Jahr später war ich wieder bei der Optikerin: Ich hatte Schwierigkeiten beim Lesen.

    Augendruck 14 mmHg ok; grauer Star für mein Alter ( 80 Jahre) ok, nur leicht getrübt, ABER Sehschärfe des rechten Auges im Vergleich zur Zeit der Brillenanpassung von 85% auf beiden Augen zu 43% des linken Auges zurückgegangen. Jetzt 21/2 Monate später wurde in Karlsruhe AMD diagnostiziert. Ich habe ohne Erfolg nach Gründen für dieses sehr schnellen Sehschärfeverlust gesucht.

    Bemühe mich intensive das Fortschreiten der AMD zu verlangsamen.

    Bin an Informationen über Brillen für AMD Patienten interessiert. Dankend Uwe Pförter

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Pförter, eine AMD ist eine im Alter leider häufig vorkommende Augenerkrankung. Das eine ungünstig angepasste Gleitsichtbrille mit der Entstehung einer AMD zusammenhängt, ist mit dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht zu erklären. Die Entwicklung einer AMD ist manchmal schleichend, manchmal aber auch zügig. Ihre Krankengschichte klingt somit nicht ungewöhnlich.

      Eine AMD zu verlangsamen ist eines der Ziele unserer naturheilkundlichen Behandlung, zu der wir Sie gerne bei uns begrüßen würden. Darüber hinaus ist ein optimaler Sonnenschutz für Ihre Augen, d.h. Brillengläser mit Blaufilter, wichtig. Der Blauanteil des Lichtes gilt, neben dem UV-Anteil, als deutlich netzhautschädigend.

      Für alle weiteren Fragen können Sie uns gerne persönlich, per Telefon oder Mail, kontaktieren. Herzliche Grüße, Sabine Abel

      Antworten

Was denken Sie darüber?